Sicherheitsglas.
Einscheibensicherheitsglas (ESG) besteht aus einer Glasscheibe (monolytisch) und bietet eine erhöhte Beständigkeit gegen Temperaturwechsel sowie eine hohe Biege-, Schlag- und Stossfestigkeit. ESG wird chemisch oder durch einen thermischen Vorspannungsprozess „gehärtet“. Im Bruchfall zerbricht ESG in kleine Krümel und gibt die verglaste Öffnung frei. Dadurch weißt ESG eine geringere Verletzungsgefahr auf. Es wird beispielsweise für Küchenabdeckungen, Glasduschen, Ganzglasanlagen, Glastüren oder Glasrückwände eingesetzt.
ESG-Glasnorm: SE EN 12150-1 (Definition und Beschreibung)
Teilvorgespanntes Glas (TVG) wird einem thermischen Vorspannprozess unterzogen. Die Biegefestigkeit liegt zwischen derjenigen von Floatglas und Einscheibensicherheitsglas. Im Bruchfall entstehen Risse, welche von Glaskante zu Glaskante verlaufen. In der Praxis wird TVG fast ausschließlich für die Herstellung von Verbundsicherheitsglas verwendet. Durch die großformatigen Bruchstücke weist VSG aus TVG eine hohe Resttragfähigkeit auf. Deshalb wird VSG aus TVG hauptsächlich für Überkopfverglasungen und absturzsichernde Verglasungen verwendet.
TVG-Glasnorm: SE EN 1863-1 (Definition und Beschreibung)
Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die über eine hoch reissfeste Folie wie PVB (Polyvinylbutyral) miteinander verbunden sind. Bei Bruch des Glases werden die Glassplitter zusammengehalten. VSG wird bespielsweise für Glasgeländer, Glasdächer oder Glasböden verwendet.
VSG-Glasnorm: SE EN ISO 12543-1 (Definition und Beschreibung)

